Sommerfset am 12. Juli (mit Erklärvideo)

Viele Gruppen gestalten ihre Plakate und Sharepics inzwischen mit KI. Das geht schnell und kostet nichts. Warum ich trotzdem dazu rate, ein zweites Werkzeug danebenzulegen.

Martina kümmert sich in ihrer Ortsgruppe um die Öffentlichkeitsarbeit, ehrenamtlich und meistens abends. Für das Sommerfest braucht sie ein Plakat. Sie öffnet auf dem Handy die KI-App, die sie auch privat nutzt, und schreibt: Sommerfest, 12. Juli, 15 Uhr, Gemeindehaus, fröhlich, mit Lampions, in unserem Grün. Nach zehn Minuten und drei Versuchen hat sie ein Bild, das ihr gefällt. Sie schickt es in die Gruppe, alle sind begeistert.

Zwei Tage später ruft die Gemeinde an. Das Haus ist am 12. Juli doppelt belegt, das Fest muss auf den 19. rücken. Martina bittet die KI, nur das Datum zu ändern. Sie bekommt ein neues Bild: andere Lampions, eine andere Schrift, und in der Überschrift steht jetzt „Sommerfset“. Der vierte Versuch ist brauchbar, sieht aber anders aus als das Plakat, das seit gestern im Schaukasten hängt.

Die Story von Martina (Stimmen KI-generiert)

Das Logo hat die KI übrigens nie getroffen. Es ist ungefähr das richtige Zeichen in ungefähr dem richtigen Grün. Und die Nachbargruppe hat für ihr eigenes Fest ein Plakat gemacht, das mit Martinas nichts gemeinsam hat. Wer beide nebeneinander sieht, käme nicht auf die Idee, dass sie zum selben Verband gehören.

Die Ortsgruppe gibt es nicht, die Situation schon. Ich höre sie in Gesprächen über den InfoGrafik-Creator regelmäßig, und fast immer folgt der Satz: Unsere Leute haben sich an die KI gewöhnt, die bekommen wir nicht mehr umgestellt.

Niemand muss sich umstellen

Das müssen sie auch nicht. Die KI ist gut darin, ein Motiv zu liefern, und das darf sie weiter tun. Schwach ist sie bei allem, was gleich bleiben soll: Logo, Farben, Schrift, die Zeile mit Datum und Ort.

Genau das übernimmt der Creator. Jemand legt einmal Vorlagen im Erscheinungsbild der Organisation an. Die Gruppen öffnen die Vorlage, tragen ihren Text ein und setzen ein Bild dazu. Dieses Bild kann ein Foto vom letzten Fest sein oder eines aus der KI. Als sich bei Martina das Datum ändert, tauscht sie eine Zeile aus. Alles andere bleibt, wie es war, und das Plakat im Schaukasten passt zu dem neuen.

Was in den KI-Dienst wandert

Martina arbeitet mit ihrem privaten, kostenlosen Zugang. Das tun vermutlich die meisten Ehrenamtlichen, und für ein Lampion-Motiv ist das unproblematisch. Anders sieht es aus, wenn Namen von Mitgliedern, Fotos von Kindern beim Sommerfest oder interne Unterlagen eingegeben werden. Diese Inhalte liegen dann auf den Servern des Anbieters. Je nach Anbieter und Einstellung dürfen sie bei Gratis-Konten zum Trainieren verwendet werden, und einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung gibt es für ein privates Konto in der Regel nicht. Verantwortlich bleibt die Organisation, auch wenn sie von dem Konto gar nichts weiß.

Im Creator bleiben die Inhalte im Browser. Verbindungen nach außen, etwa zu einer Bilddatenbank, entstehen erst, wenn man sie einschaltet.

Was es kostet

Die Gratis-Zugänge haben Obergrenzen, und die Anbieter ändern sie, wann sie wollen. Wer regelmäßig Bilder erzeugt, landet früher oder später bei einem bezahlten Abo, das jede Person für sich abschließt und meist aus eigener Tasche zahlt. Der Creator wird einmal erworben, laufende Lizenzkosten gibt es nicht. In der Stufe Premium nutzen ihn alle Untergliederungen mit.

Und der Aufwand?

Den gibt es, aber er fällt einmal an: wenn die Vorlagen angelegt werden. Für Martina wird es danach eher kürzer. Sie beschreibt nicht mehr dreimal, was sie möchte, und hofft auf ein gutes Ergebnis. Sie öffnet die Vorlage „Veranstaltung“, füllt vier Felder aus und exportiert.

Ob das für Ihre Gruppen passt, lässt sich in einer Viertelstunde herausfinden. Die Live-Demo läuft ohne Anmeldung im Browser. Nehmen Sie eines Ihrer letzten Sharepics und bauen Sie es dort nach. Die Argumente in Kurzform stehen in den häufigen Fragen.