Kampagnen auf der eigenen Website, Plakate für alle Ortsgruppen auf einmal und ein Prüfblick vor dem Export: Die drei letzten Hauptversionen im Überblick, jeweils mit einem Erklärvideo.
Hinter jeder Hauptversion des InfoGrafik-Creators steht ein Satz, der beschreibt, worum es ging. Bei Version 14 hieß er „Überall dabei“, bei Version 15 „Ein Auftritt, viele Orte“ und bei Version 16 „Auf der sicheren Seite“. Die drei Versionen sind in kurzer Folge erschienen, und sie gehören inhaltlich zusammen: Erst kam der Creator an Orte, an denen man ihn bisher nicht erwartet hat. Dann bekamen Verbände Werkzeuge, mit denen ihre Gruppen einheitlich auftreten. Zuletzt kam eine Prüfung dazu, die vor dem Export an das erinnert, was man gern vergisst.
Version 14: Überall dabei
Die auffälligste Neuerung ist der Embed-Code. In der Kampagnenliste der Verwaltung steht neben „Link kopieren“ jetzt ein Knopf „Embed-Code“. Er liefert ein Codeschnipsel, mit dem sich eine Share-Pic-Kampagne direkt in die eigene Website einbauen lässt, etwa in einen Block für eigenes HTML bei WordPress. Besucher*innen laden dort ein Foto hoch, füllen die Textfelder aus und bekommen ihr fertiges Bild, ohne die Seite zu verlassen. Ein zweiter, optionaler Codeblock passt die Höhe des Rahmens automatisch an. Dazu gibt es einen Hinweis für die Datenschutzerklärung der eigenen Website. Eingebettet werden darf nur die Kampagnenseite; Verwaltung, Anmeldung und der Creator selbst bleiben gesperrt.
Der zweite Schwerpunkt war das Handy. Das rechte Panel und die Bereiche mit Live-Vorschau öffnen als Leiste von unten, die Grafik bleibt darüber sichtbar. Mit zwei Fingern lässt sich in die Fläche zoomen, mit einem Doppeltipp passt sie sich wieder ein. Es steht immer nur die neueste Meldung da, nicht mehr drei übereinander. Auch die Verwaltung und die Upload-Seite lassen sich auf dem Handy bedienen, und der Creator kann als Web-App auf den Startbildschirm gelegt werden.
Dazu kommen zwei kleinere Dinge, die man schnell bemerkt. Die Startgrafik „Willkommen“ ersetzt die nüchterne Kennzahlen-Vorlage, mit der der Creator bisher geöffnet hat, und Organisationen können eigene Vorlagen als Startgrafik markieren. Und wer eine andere Vorlage wählt, bekommt sie jetzt ohne Reste der vorigen: Frei platzierte Elemente und geänderte Texte sind weg.
Das Erklärvideo zu Version 14 ist ein Gespräch zwischen zwei Stimmen, die Fragen stellen und beantworten:
Version 15: Ein Auftritt, viele Orte
Version 15 ist für Verbände, Netzwerke und alle, bei denen viele Gruppen unter einem gemeinsamen Namen auftreten. Das Video erzählt es am Beispiel eines Kreisverbands mit mehreren Ortsgruppen, die alle ihr eigenes Plakat bauen. Der Verband und die Gruppen sind dabei erfunden.
Am Anfang steht etwas Handfestes: Unter „Format wählen“ gibt es jetzt sieben Werbebanner-Größen, etwa 300 × 250 oder 728 × 90 Pixel, und die E-Mail-Signatur mit 600 × 100 Pixeln. Diese Formate sind pixelgenau. Das PNG entsteht in genau dieser Größe, und wird es größer als 150 Kilobyte, speichert der Creator ein JPG darunter.
Dann geht es um den Auftritt der Gruppen. Im Bereich „Logo“ setzt „Logo mit Ortsname“ den Namen einer Gruppe nach festen Regeln unter oder neben das Logo der Organisation. Welche Anordnungen und Farben erlaubt sind, legt die Verwaltung fest. Im „Profil der Gruppe“ tragen Gruppen Anschrift, Ansprechperson, Treffpunkt und weitere Angaben einmal ein, und der Creator füllt Platzhalter wie {{Ort}} in Vorlagen von selbst.
Wer viele Gruppen betreut, pflegt sie zentral im neuen Bereich „Gliederungen“ der Verwaltung, einzeln oder als Tabelle, die sich auch direkt aus Excel einfügen lässt. Bis zu zehn eigene Felder, zum Beispiel Sprechzeiten oder Kassenwart, werden zu eigenen Platzhaltern. Konten mit dem Recht „darf pflegen“ ändern die Daten ihrer Gruppe selbst, und wer mehreren Gruppen zugeordnet ist, wechselt in der Werkzeugleiste zwischen ihnen.
Am meisten Arbeit spart die „Serie für alle Gliederungen“. Aus einer Grafik entsteht in einem Durchgang eine Fassung für jede ausgewählte Gruppe, als ZIP mit einer PNG-Datei je Gruppe oder als PDF mit einer Seite je Gruppe. Gliederungen sind in der Verwaltung ein Schalter und standardmäßig aus.
Das Video dazu:
Version 16: Auf der sicheren Seite
Bei Version 16 geht es um das, was vor der Veröffentlichung schiefgehen kann. Die „Prüfung vor dem Export“ läuft vor allen Exportwegen und meldet, was auffällt. Bei Plakaten und Flyern erinnert sie an die Absenderangabe (V.i.S.d.P.) und fügt sie auf Wunsch aus dem Profil der Gruppe ein. Sie bemerkt gelöschte Bildnachweise bei Fotos von Unsplash, Pixabay und aus den Assets der Organisation. Sie nennt Farben, die im Druck deutlich matter wirken als am Bildschirm, mit Farbfeld und Farbwert, also etwa Neongrün oder kräftiges Blau. Und sie prüft Förderhinweise, die die Verwaltung vorgibt: Pflichttext, Pflichtlogo und Mindestbreite. Alle Meldungen sind Hinweise und keine Rechtsberatung. „Trotzdem exportieren“ geht immer. Einen CMYK-Export gibt es bewusst nicht, weil Druckereien RGB selbst umrechnen.
Fotos tragen jetzt eine Angabe zu Personen und Einwilligung: keine Personen erkennbar, Einwilligung liegt vor mit Gültigkeitsdatum und Ablageort, oder Einwilligung fehlt, dazu die Angabe „Minderjährige“. Der Creator speichert keine Namen, nur den Status. Fehlt eine Einwilligung oder ist sie abgelaufen, meldet die Prüfung das vor dem Export. Die Verwaltung bekommt dazu eine Übersicht über ihre Assets.
Unter „Export“ gibt es außerdem eine Bildbeschreibung (Alt-Text) je Grafik, die sich aus den Texten der Fläche vorschlagen lässt. Das PDF enthält Titel, Sprache, Beschreibung und alle Texte als unsichtbare Textebene, sodass Suche, Kopieren und Vorlesen den Inhalt finden. Ein geprüftes barrierefreies PDF ist das nicht, deshalb heißt es „barrierearm“. Eine Lesbarkeitsprüfung nach der Wiener Sachtextformel nennt lange Sätze und Wörter.
Dieselbe Grafik gibt es jetzt in 14 Sprachen, darunter Englisch, Türkisch, Ukrainisch, Arabisch und Einfache Sprache. Layout, Bilder und Farben bleiben gleich, nur die Texte wechseln. Arabisch, Persisch und Hebräisch laufen von rechts nach links, auch im Export. Wenn die Organisation es freigeschaltet hat, kann eine KI die Texte als Entwurf übersetzen. Den sollte jemand lesen, der die Sprache kann. Zuletzt speichert „PowerPoint (PPTX)“ die Grafik als Folie, mit bearbeitbaren Textfeldern für alle Texte.
Das Video zu Version 16 geht die Prüfung Punkt für Punkt durch:
Ausprobieren
Alle drei Videos stehen mit Transkript auf der Seite der Video-Tutorials. Was im Creator selbst passiert, etwa die Prüfung vor dem Export, die Sprachfassungen oder die Banner-Formate, lässt sich in der Live-Demo ohne Anmeldung ausprobieren. Der Embed-Code, die Gliederungen und die Prüfregeln der Organisation gehören zum Organisations-Modul und stehen in der Verwaltung.
